Strom sparender Server

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Es gibt viele Gründe, einen Server aufzusetzen, der 24/7 funktionieren soll. Dabei sollte man die Stromrechnung im Auge behalten ! Hier ein Paar Ansätze, wie man solche Stromsparende Server (Betonung nicht auf 'PC') bauen kann

Stromverbrauch

Kleines Rechenbeispiel : ein 24/7 Computer mit 100W Leistungsaufnahme verbraucht pro Jahr 0.1*24*365=876kWh ! Bei 0.22€ pro kWh kostet der Spaß jährlich 192€ !

Es lohnt sich also, zu überlegen, ob mal überhaupt solch ein Server braucht, und wenn ja, was wirklich eingeschaltet sein muß. Anderseits lohnt es sich zu prüfen, ob man nicht etwas mehr Geld ausgibt und in stromsparende Komponenten investiert.

Übersicht

Ziel ist es auszuloten, wie es um den Stromverbrauch einer privat bezahlbaren Serverlösung aussieht. Es hat sich einiges in der Hardwarewelt getan. Es gibt NAS Geräte die Lüfterlos daherkommen, es gibt Standartprodukte wie der MacMini, die Notebooktechnik einsetzen und es sind Prozessoren erhältlich, die sich Energieeffizienz auf die Fahne geschrieben haben (z.B. AMD-EE Serie) Im Gegensatz dazu gibt es viele Hardwarekomponenten im privaten Haushalt, die mit Netzteil daherkommen und daher Standbystrom verbrauchen. Es soll geprüft werden, wieviele man durch einen Server ersetzen kann.


System Beschreibung Vor- und Nachteile
NSLU2 NAS Gerät für 70€ mit Mips CPU ohne Festplatte ca. 5W Verbrauch Kompakt und Lüfter- sowie Lautlos. Sehr wenig Verbrauch. Das schlanke NAS System braucht viel zusätzliche Hardware, um möglichst viele Features integieren zu können. Nur 2 USB Anschlüsse und einmal 100MBit Lan, wenig Speicher, keine Grafikausgabe. Linux ist Mips tauglich, aber nicht alle Software
SheevaPlug "Stecker" mit 1,2Ghz Arm CPU, 1x Gbit, 1x USB2.0, 5-10W, $100 benötigt Software für Arm Architektur, Netzteil soll schlecht sein. Sehr kompakt.Nachfolgemodell GuruPlug
MacMini Notebooktechnik mit Intel CPU, ca. 34W 4xUSB, Festplatte, DVD-Rom, Grafik, !GBit-Lan integriert, trotz Lüfter extrem leise. 2. Festplatte wäre jedoch nur noch extern anzubringen. Version mit 60GB Festplatte kostet schon 617€. Spezieller Grub nötig, um starten zu können
AMD-PC Ein Eigenbau System mit AMD-EE Prozessor im Bareboneformat mit Festplatte und DVD-Laufwerk ca. 46W Beispielsystem mit Pundit Barebone (NVidia Chipsatz), AMD-EE 3800+ Prozessor, 1024MB Speicher, 500GB Platte, Sound, Grafik, GBitLan onboard, DVD-Rom liegt derzeit komplett bei ca. 450€. System ist mit PCI-Plätzen, 4xUSB, 2xSata vielseitig erweiterbar. Raidsystem möglich. Absolut Linuxkompatibel. vermutlich nicht so leise durch Lüfter
Atom-Basis Atom Boards, im Prinzip Notebooktechnik, Intel Atom CPU + Chipsatz, 22W? (neuere weniger?) Seit neuestem gibt es noch eine weitere Basis, die Stromsparend, aber mit ausreichend Leistung für Serverbetrieb aufwarten kann.


CPU

Intel oder AMD: Gibt es ein Preisgünstiges Intelsystem mit Notebooktechnik, das dem MacMini Konkurrenz machen könnte, aber offener und erweiterbarer ist?

ARM-basierte Systeme sind prinzipiell sehr sparsam. Allerdings ist deren Leistung im Vergleich niedrig (ggf. zu wenig für Cryptoanwendungen wie zB I2P). Ausserdem ist man in der Wahl der Distribution eingeschränkt. Debian unterstützt auch in der neuesten Version ältere ARM Versionen.

Festplatten

Die kleinen 1,8" und 2,5" Festplatten verbrauchen weniger Strom, sind aber für ein großzügig angelegtes Speichervolumen zu klein. Als Alternative könnte man 5400rpm 3,5"Platten verwenden. Preiswert und nicht ganz so stromhungrig wie die schnelleren 7200rpm Platten.

Mögliche Anwendungen

  • Durch Asterisk + ISDN Adapter Ersatz einer Telefonanlage möglich. Erweitert um eine WLan-Karte mit Einsatz eines WLan-Telefons ist Telefonieren ohne PC ebenso komfortabel möglich wie vorher mit der Anlage
    • Asterisk kann ebenfalls den Anrufbeantworter ersetzen.
  • 2 Festplatten garantieren durch Raidsysteme höchste Datensicherheit
  • Ein Linuxsystem mit 2xLan kann den Router ersetzen.
  • Bei Einbau von Wlan könnten viele PCs oder bei einer dritten LAN Karte könnten zumindest 2 weitere PCs mit Netzzugang versorgt werden (Crossover-Kabel). Dadurch entfällt ein Switch.
  • Mit einer DVB-Karte + VDR kann der Server zum Videorecorder + Receiver werden.
  • Dank Mp3 + daap-Software kann der Server als Fernsteuerbarer Musikserver dienen. Mit der Soundkarte kann der Ton auch direkt an die Stereoanlage ausgeben werden.
  • Durch X10 Komponenten kann der Server über das Stromnetz kommunizieren und andere Dinge im Haus ein bzw. ausschalten.
    • Z.B. Handyladegeräte brauchen nicht 24/7 laufen.
    • Die Stereoanlage könnte per Fernbedienung + LIRC-Adapter vom Server aufgeweckt werden, ohne das sie selbst im Standby läuft.
  • Einzelne USB-Komponenten können vom Server abgeschaltet werden. So braucht eine USB-DVB-Karte z.B. nur dann Strom, wenn Aufnahmen anstehen.